Tarifvertrag öffentlicher dienst (vka) in der

Diese Studie stützt sich auf Daten, die über das Netzwerk gesammelt wurden, das zur Europäischen Beobachtungsstelle für Arbeitsbeziehungen (EIRO) beiträgt, an der Experten aus den europäischen Mitgliedstaaten und Norwegen beteiligt sind. Kroatien, das der EU im Juli 2013 beigetreten ist, ist in dieser Übersicht nicht enthalten. Zwei Berichte, die Eurofound 2014 veröffentlichen wird, befassen sich jedoch speziell mit den Arbeitsbedingungen und den Arbeitsbeziehungen in der zentralen öffentlichen Verwaltung Kroatiens. Anhebung des Rentenalters, Begrenzung des Vorruhestands, Verlängerung der Dienstzeit, Reform der endgültigen Rentenfeststellung, Umstellung auf Indexierung. In Italien sehen die Gewerkschaften die Auswirkungen der Sparmaßnahmen auf die Arbeitsbeziehungen in der zentralen öffentlichen Verwaltung und im weiteren Sinne im öffentlichen Sektor im allgemeinen negativ. Die nationale Arbeitgeberorganisation ARAN muss neutral bleiben. Die Arbeitgeber nichtzentraler staatlicher Verwaltungen, wie regionale und territoriale Behörden und öffentliche Universitäten, haben jedoch oft negative Ansichten geäußert, nicht so sehr gegen die Sparmaßnahmen als solche, sondern in Bezug auf die Art einiger Maßnahmen und ihre Kostenauswirkungen. Nach drei Jahren Vertragsverlängerungsstopp in diesem Sektor und damit verbundenem Lohnstopp für alle öffentlichen Angestellten (die voraussichtlich bis 2014 verlängert werden), ist das wichtigste Thema für die Gewerkschaften in der zentralen öffentlichen Verwaltung wie im gesamten öffentlichen Sektor die Wiederherstellung des “normalen” sozialen Dialogs und der Tarifverhandlungen, hoffentlich mit der Eröffnung der Tarifrunde für 2013–2015. In diesen Ländern ist die Mischung aus Unilateralismus und Verhandlungen unterschiedlich. In Griechenland und Zypern gab es keinen Raum für Verhandlungen über Haushaltskürzungen ihrer zentralen öffentlichen Verwaltungen. In Rumänien wurde, wie bereits erwähnt, ein Kodex für den sozialen Dialog eingeführt, der eingeschränkte Tarifverhandlungen einführt.

In Spanien stoppte die Regierung der “Volkspartei” den Zugang der Mitarbeiter der zentralen öffentlichen Verwaltung zu Verhandlungen über die Arbeitsbedingungen, so dass weitere Maßnahmen durch königliches Dekret durchgesetzt werden kann. In Portugal wie auch in Spanien hat sich der Regierungswechsel durch einen Wechsel von der Mitte-Links- zur Mitte-Rechts-Regierung verhärtet und damit die Verhandlungen reduziert. In Irland dagegen gab es umfangreiche Gespräche über die Form der Verhandlungen. Erstens gab es Fusionen unabhängiger Gewerkschaften in Italien, während in der Slowakei die Gewerkschaft der Kultur und sozialen Organisationen (SOZ KaSO) 2010 mit dem Slowakischen Gewerkschaftsverband für öffentliche Verwaltung und Kultur (SLOVES) fusionierte. In Rumänien und Slowenien wurden neue Formen der Zusammenarbeit geschaffen. Im Jahr 2009 bildeten in Rumänien zehn zentrale Gewerkschaften der öffentlichen Verwaltung eine Dachorganisation zur Bekämpfung staatlicher Sparmaßnahmen, und in Slowenien gründeten 2011 Polizeibeamte, Zollbeamte, Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums und Beschäftigte von Regierungsagenturen 2011 einen neuen Gewerkschaftsbund namens FENIKS.